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#InspiCon2019 - meine Learnings

InspiCon das Live-Event für nachhaltigen Erfolg im Online-Business
InspiCon 2019 in Bonn

Nach dem ich letztes Jahr bereits auf dem InspiCamp war, wollte ich jetzt die junge größere Schwester kennenlernen und habe mich riesig darauf gefreut. Um 6 Uhr verliess ich das Haus, um mit Bus und Bahn nach Bonn zu reisen. Es fiel mir nicht leicht, denn erstens hatte ich nachts kaum geschlafen und zweitens war es das erste Mal, dass meine Kinder ohne mich aufwachten. Klar, der Papa war da, doch irgendwie fühlte es für mich ganz komisch und fremd. Ich freute mich auf jeden Fall auf das InspiCamp, um dort viel bekannte Gesichter wieder zutreffen, neue Kontakte zu schliessen und mich einfach inspirieren zu lassen.

 

Was ich mag!

Ich mag die Atmosphäre von beiden Veranstaltungen (InspiCon und InspiCamp), denn hier kann ich in eine andere Welt eintauchen, die mir zwar nicht fremd ist, sich allerdings auch nicht wirklich als meine eigene anfühlt. Es fühlt sich an wie Taucheranzug, anfangs schmiegt er sich total an Deinen Körper an. Er sitzt ziemlich eng und fühlt sich nach und nach wie eine zweite Haut an. Die Taucherflasche auf dem Rücken sowie der entsprechende Bleigürtel sind schwer. Mit Schwimmflossen ins Wasser zu gehen gleicht einem Storch im Salat, doch sobald Du Dich im Wasser befindest wird es Schritt für Schritt leichter. Du tauschst ab und nimmst ganz viele neue ungewohnte Impulse wahr. Mit der Zeit wird es Stück für Stück leichter und Du tauchst immer mehr in diese unbekannte Welt ein. Irgendwann kommt Dir die Taucherflasche sowie der Bleigürtel ganz leicht vor. Du bist gefesselt von dieser Unterwasserwelt. So ähnlich wie beim ersten Mal tauchen fühlte ich mich auf dem InspiCamp und jetzt auf der InspiCon. Klar stand ich beim ersten Mal noch da und dachte, WOW, diese ganzen Menschen kennst Du bisher nur aus dem Internet. 

 

Wer mich kennt bzw. kennenlernt, merkt sehr schnell, dass ich weniger zu den introvertierten Menschen gehöre, sondern eher das Gegenteil bin. Ich kann jedoch beides und lasse mich ungerne in eine Schublade packen :-). Ich sass auf dem InspiCamp und fühlte mich ein wenig eingeschüchtert von den vielen "großen" Social Media Stars, was sich jedoch schnell gab. Im Grunde kochen auch sie nur mit Wasser ;-). Auf der InspiCon hatte ich dieses Gefühl gar nicht. 

 

Ich mag an beiden Veranstaltungen, dass das Gesetz der 2 Füße gilt, wenn Dein Kopf keine Lust mehr auf eine Session hat, kannst Du Deinem Kopf folgen. Dies bedeutet, ich gehe einfach ohne schlechtes Gefühl. Es ist okay, wenn ich bleibe, es ist okay wenn ich einfach aufstehe und gehe oder der Sessiongeber mitteilt, dass aus seiner Sicht alles gesagt ist. Dies mag ich an den Formaten sehr, alles ist möglich und gut so wie es ist. Herum Hummeln oder wie ein Schmetterling fliegen (sprich unterschiedliche Impulse in die jeweiligen Sessions einbringen und dann einfach weiter zu ziehen), so nennen Kathrin und Marit dieses Verhalten. Mir gefällt das Gegenseitig miteinander und bereitwillige teilen, ohne hinterher das Gefühl zu haben, oh, der Redner hält in der Session mit seinem Wissen hinter dem Berg. Nein, ganz im Gegenteil es wird ohne Ende Wissen geteilt und die Redner stehen für Fragen während der Veranstaltung zur Verfügung. Dies erlebe ich bei manchen Veranstaltungen anders. 

 

Was mir nicht so gefallen hat!

Tja, manchmal gibt es doch ein Geschmäckle auf der Zunge, eine Session zum Beispiel war nicht so ganz mein Fall, so dass ich dem Gesetz der zwei Füße gefolgt bin. Ansonsten fand ich es spannend zu sehen, wie manche vermeintlich große Größen sich auf einer solchen Veranstaltung benehmen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn ich meine Füsse mehr und mehr auch in das große Online-Meer tauchen möchte, dann sollte ich nicht anderen Kollegen vor den Koffer s..... beziehungsweise moppern. Erstens weiß ich zu wenig über diese anderen Menschen und selbst wenn ich mich woanders eher als eine der größeren Personen zähle, dann bin auf einer offline Online-Business-Veranstaltung vielleicht eine kleinere Nummer. Auf einer der artigen Veranstaltung ist es aus meiner Sicht eher angemessen, die Füße still zu halten, zu schauen und zu lernen wie der Hase laufen könnte und Kontakte zu schliessen. Ein anderes Verhalten hat aus meiner Sicht weder etwas mit Wertschätzung noch Augenhöhe zu tun, sondern nur mit eigenem Ego.

 

Die Axt im Walde möge zukünftig zuhause bleiben, denn ich könnte mir sonst nur selbst ins eigene Fleisch schneiden. Ich gebe zu dieses Erlebnis war wirklich eine Ausnahme und ich verbuche es über Lessons learned was zwischenmenschliche Kommunikation angeht ab. Mittlerweile weiß ich, dass mir solche Kontakte nicht wirklich gut tun und gehe eher auf Abstand. Schade, da mein erster Eindruck auf der InspiCon noch einmal bestätig wurde. Egal, ich darf mir ja aussuchen, mit wem ich arbeiten oder lernen möchte und mit wem nicht.

 

Meine Learnings

Ich habe viele tolle Sessions erlebt. Eine Session mutete für mich jedoch als reine Verkaufsveranstaltung an. Der Kollege ist von seinem Produkt und seiner Dienstleistung überzeugt. Genau dieser Funke kam bei mir auch so an, wenn jemand dafür brennt was er tut und andere daran teilhaben möchte, ist dieses aus meiner Sicht wenig verwerflich, allerdings war es mir too much. Die Session verliess ich dann halt eher und nahm meine Füße in die Hand. Die Idee des Produktes an sich find ich spannend, von daher war ich inspiriert und genau darum geht es auf seiner Veranstaltung ja auch, um Inspirationen zu sammeln für sich und sein eigenes Business. 

 

Dank Steffi Schwarzack und Sebastian Weber mache ich mir jetzt Gedanken über mein Schuhwerk und in welchen Kontexten ich welche Schuhe passend anziehen möchte. Allerdings auch, welche Schuhe aussortiert gehören, nicht mehr passen und gehen dürfen. 

 

Bei Markus Tirok konnte ich lernen, wie ich meine Interviews für meinen Podcast und meine Webinare verändere und somit auf ein viel höheres Niveau heben kann. Vielen Dank für die vielen tollen Impulse und Deine Session. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir als Hosts, Trainer, Berater und Coaches gerade in diesem Bereich zu legen können. Nichts ist langweiliger als schlecht geführte Interviews und Markus zeigt uns einen Weg zu besseren auf. Mir war vieles davon nicht klar, als ich angefangen habe und dank #InspiCon kann ich es jetzt ändern. Ich hoffe, Gordon Schönwälder und Markus Tiork werden dazu noch die eine oder andere Episode aufnehmen, denn schließlich habe ich bei Gordon das Podcasten gelernt und er ist ja nicht umsonst der Podcast-Held. 

 

Maik Pfingsten begeisterte mich mit seinem Pecha Kucha-Vortrag (dies bedeutet 20 PDF-Folien in 20 Sekunden) und er erzählt eine Story dazu. Beeindruckend, wie stark es auf einander abgestimmt war. Leider konnte ich danach sein Angebot nicht in Anspruch nehmen, da mich eine andere Session mehr triggert. Eine Entscheidung für eine Session ist eine Entscheidung gegen eine andere, selbst wenn ich mich als Schmetterling oder Hummel verhalte.  

 

Alles im Allen habe ich für mich festgestellt, dass ich in mehreren Filterblasen lebe, zum Einen der Offline und zum Anderen in verschiedenen Online-Blasen. Ich versuche mir aus diesen Blasen, dass für mich passende herauszusuchen und zu vermischen. Dieses Rezept gebe ich auch gerne an andere Kollegen weiter, damit auch sie diese Welt verstehen lernen und vor allem, was sich hinter den vielen Fachbegriffen verbirgt.

 

Ich habe die kritischen Stimmen zu der Veranstaltung vernommen und kann es nachvollziehen. Ja, es ist eine andere Welt. Die Inspicon bietet Inspiration, doch vielleicht eher in kleinen Impulsen, zwischenmenschlichen Begegnungen und dem Austausch von Erfahrungen.

 

 

Viel wird geredet von Nachhaltigkeit auch auf der Inspicon, doch wie sie vonstatten geht kann, kam nicht direkt zur Sprache. Klar weiß ich, wie Marit dazu steht, doch ein paar Inspirationen oder Umsetzungsbeispielen von den Speakern auf der Bühne wären schön gewesen, dies habe ich im Nachgang festgestellt. Inspiration in der Umsetzung, wie schaffe ich es beispielsweise in der Online-Welt Triggerpunkte zu setzen und zwar nicht beim Verkauf über sogenannte Schmerzpunkte. Klapperschlangen-Marketing (ein Begriff von Denise Sonderegger) liegt mir eben gerade kein Stück. 

 

Ich stelle fest, dass ich weiterhin meine Lektionen herausfinden darf und nehme die eine oder andere Inspiration mit in meinen Alltag. An meinen Learning Lessions lasse ich Dich teilhaben, so kannst Du Dir vielleicht ein paar Umwege sparen und mit Deinem Unternehmen wachsen.

 

Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

 

Bis demnächst auf Deinem Screen,

Deine Mareike